Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen niedergelassenen KardiologInnen und den stationären Einrichtungen – im Focus soll stets der Patient stehen

Verbesserung der Umsetzung von Guidelines in Kooperation mit der ÖKG

Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich in Kooperation mit der ÖKG

Abstimmung für die seitens der Politik erwünschten Leistungsverlagerungen aus dem intramuralen in den extramuralen Bereich und diesbezügliche Beratung / Kooperation mit der Fachgruppe der österreichischen Ärztekammer und dem Berufsverband der Österreichischen Internisten     

Leiter

Dr. Nikolaus Fiegl
Zentrum für Innere Medizin im Neunten - zim9
1090 Wien, Nußdorfer Straße 60
Email: fiegl@zim9.at 
Website 

Stellvertreterin

Prof. Mag. Dr. Bonni Syeda
1210 Wien, Brünner Straße 70/2/401
Email: b.syeda@internist-nord.at
Website 

Nukleus

Dr. Andreas Egger
6330 Kufstein, Kronthalerstraße 2
Email: info@ihrherz.at
Website: http://www.ihrherz.at/

Dr. Reinhold Fasching
7100 Neusiedl am See, Teichgasse 1a
Email: office@kardiopraxis-fasching.at 

Dr. Johannes Föchterle
4040 Linz, Rudolfstraße 8
Email: office@foechterle.at 

Dr. Walter Fuhrmann
8700 Leoben, Roseggerstrasse 15
Email: dr.fuhrmann@medway.at
Website: http://www.drfuhrmann.at

Dr. Anton Glöcklhofer
6900 Bregenz, Deuringstraße 3/3
Email: kardiologe@gloecklhofer.at
Website: http://www.gloecklhofer.at/

Dr. Edith Huber
5020 Salzburg, Carl-Zuckmayer-Straße 1
Email: kardiologie@sbg.at 

Dr. Johannes Huber
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 147-149/1/14
Email: johannes.huber1@chello.at
Website: https://www.herzultraschall.at 

Dr. Doris Kerö
1100 Wien, Davidgasse 11
Email: doris.keroe@inode.at 

Dr. Ursula Klaar
1100 Wien, Pernerstorfergasse 20
Email: u.klaar@aon.at
Website: http://www.klaar-havel.at 

Dr. Peter Lercher
8018 Graz, Beethovenstraße 15
Email: peter.lercher@medunigraz.at
Website: http://www.dr-lercher.at/

Priv. Doz. Dr. Christian Plass
1210 Wien, Brünner Straße 140/56/2
Email: christian.plass@meduniwien.ac.at 

Dr. Claudia Sebald
1150 Wien, Mariahilferstraße 167/22
Email: claudia.sebald@herzdoktor.net
Website: http://www.herzdoktor.net/ordinationen.php 

Dr. Gerald Schnürer
1230 Wien, Geßlgasse 19/1
Email: schnuerer@kardio23.at
Website: http://www.kardio23.at 

Dr. Jochen Schuler
Gesundheitszentrum Aigen
5020 Salzburg, Prälat-Winkler-Straße 8
Email: schuler@gesundheitszentrum-aigen.at 

Dr. Monika Steininger
1200 Wien, Adalbert Stifter Straße 23-31/1
Email: monika.steininger@chello.at 

Dr. Andreas Wagner
1020 Wien, Leopoldsgasse 13-15
Email: andreas.drwagner@web.de 

Dr. Christian Wiesinger
4210 Gallneukirchen, Gaisbacherstraße 29
Email: dr.wiesinger@gmx.net 

KollegInnen, die ihre Ausbildung gemäß der Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 durchlaufen, können in den letzten 3 Jahren der Ausbildung insgesamt 12 Monate der Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren (sowohl für das Fach „Innere Medizin“ als auch für das Fach „Innere Medizin und Kardiologie“).

Es können in diesen 12 Monaten jene „Fallzahlen“ des Rasterzeugnisses erzielt werden, die vielleicht zuvor im Spital nicht erreicht werden konnten. Je nach Spezialisierung des Lehrpraxis-Betreibers werden in den Ordinationen folgende (für das Rasterzeugnis wichtige) Untersuchungen angeboten:

  • Echokardiographie
  • 24-Std-EKG
  • 24-Std-RR
  • Ergometrie
  • Carotisduplex
  • Abdomensonographie
  • Schilddrüsensonographie
  • Endoskopie

Die Lehrpraxis ist aber auch für die jungen KollegInnen in Ausbildung insofern eine Bereicherung, da sie hier die Möglichkeit haben, den niedergelassenen Bereich (meist Kassenordinationen) kennenzulernen und so für sich für den späteren Berufsweg Entscheidungen treffen zu können.

Für eine volle Anrechenbarkeit der Ausbildung sind mindestens 30 Wochenstunden notwendig. Es sind keine Nachtdienste zu versehen. Somit besteht auch die Möglichkeit, parallel zu einer Lehrpraxis weiterhin 10 Wochenstunden z.B. im Spital angestellt zu sein und dort Nachtdienste zu absolvieren.

KollegInnen nach der Ärzte-Ausbildungsordnung 2006 können ebenfalls 12 Monate ihrer Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren. Dies muss im Gegensatz zur ÄAO 2015 jedoch nicht explizit in den letzten 3 Jahren der Ausbildung erfolgen, sondern kann auch bereits zuvor in Angriff genommen werden.

Die Finanzierung der Lehrpraxis erfolgt durch die Lehrpraxen selbst. Je nach Erfahrung des auszubildenden Arztes liegt z.B. in Wien das monatliche Bruttogehalt für ein Vollzeitäquivalent ab 3.500 € aufwärts.

Das Verzeichnis der anerkannten Lehrpraxen für die Facharztausbildung (gemäß ÄAO 2006 und 2015) finden Sie hier.

Sehr geehrte ÖKG Mitglieder, Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Covid-19 Pandemie hat gezeigt, dass gerade die Optimierung der sektorenübergreifenden Versorgung „Niederlassung – Spital „ für den weiterführenden Behandlungserfolg des Patienten sehr wichtig ist.

Insbesondere für die Phasen der Einweisung beziehungsweise Entlassung aus dem stationären Bereich ist ein optimales Schnittstellenmanagement, künftig auch mit Unterstützung von digitalen Schnittstellen enorm wichtig um Qualitätsverluste in der Diagnostik und Therapie zu vermeiden.

An erster Stelle steht hier etwa die Kommunikation zwischen den klinisch tätigen ÄrztInnen und der Niederlassung.
Ein wesentlicher Faktor um PatientInnen auf hohem Niveau behandeln und versorgen zu können ist die Kontinuität der Behandlung über Berufsgruppen und Sektoren hinweg.

Die Bundesqualitätsleitlinien zum Aufnahme und Entlassungsmanagement beziehen sich im Artikel 5 Vereinbarung gem. Art. 15a B-VG – auf die Erarbeitung von Rahmenbedingungen, für patientinnen und patientenorientiertes Nahtstellenmanagement als wichtige Maßnahme um einen raschen, reibungs- und lückenlosen, effektiven, effizienten und sinnvollen Betreuungsverlauf.


Adaptiertes Entlassungsmanagement von stationären kardiologischen PatientInnen: 

Um stationäre kardiologische PatientInnen so rasch wie möglich sicher nach Hause entlassen zu können, bedarf es einer effizienten Organisation und Koordination der unmittelbaren Nach- und Weiterbetreuung.

Den niedergelassen KollegInnen auferlegte Datenschutz und die fehlenden gesicherten Kommunikationswege machen eine Datenübermittlung zum derzeitigen Zeitpunkt nicht einfacher.
Die elektronische Befundübermittlung (z.B Medical net., DAME….) ist dzt. nur zwischen den Niedergelassenen möglich.
ELGA Datenübermittlung ist für die meisten Niedergelassenen nicht verfügbar und außerdem sind einige Patienten von ELGA abgemeldet.
Somit gibt es keine gesicherte Kommunikation zwischen Spital und niedergelassenen Bereich, ausser die Fax-Kommunikation (nach schriftlicher Einwilligung des Patienten).

Es sollten daher die Kommunikationsdaten zwischen den niedergelassenen Fachärzten einer Gemeinde oder eines Bezirks und den Krankenhausabteilungen ausgetauscht und ein konsensuales Vorgehen besprochen werden (FAX Nr., Tel. Nr., E-mail ).

Eine aktualiserte Liste der niedergelassenen Kardiologen nach Gemeinden oder Bezirken sollte jeder Spitalsabteilung vorliegen und dem Patienten bei der Entlassung ausgehändigt werden.

Bei Patienten, die eine rasche Versorgung benötigen, sollte bei Entlassung der Entlassungs(kurz)brief inklusive Medikamentenvorschreibung, Entlassungs-EKG, Kontakt-Telefonnummer, Soz.Versicherungsnummer sowie Einwilligungserklärung des Patienten dem Niedergelassenen per Fax übermittelt werden. Der Pat. ist nun in der Ordination vorangekündigt und bei Kontakaufnahme mit dem Niedergelassenen besteht ein „informed consens“ um die weitere Betreuung nach Absprache (dzt. auch telemedizinische Beratung möglich) zu gewährleisten.


Zuweisung von PatientInnen vom niedergelassenen Facharzt in den Spitalsbereich:

Falls eine akute Spitalsaufnahme erforderlich wird, sollte diese nur nach telefonischer oder Fax Ankündigung erfolgen. Auch dafür wäre eine Bekanntgabe von Ansprechpartnern in den Abteilungen sinnvoll (eigener Telefondienst für zuweisende Ärzte existiert mancherorts bereits). Patienten mit chronischen Beschwerden bzw. nicht akut gefährdete Patientinnen sollten gerade jetzt im niedergelassenen Bereich betreut werden.

Was benötigt der Patient? 

  • Information zu seiner Erkrankung
  • Beratung und Schulung
  • Besprechung der empfohlenen Medikation (mit Hinweis auf eventuelle Abweichungen (Generika, nicht Verfügbarkeit der Spitalsapotheke..)
  • Vorgabe notwendiger Kontrollen und Zielvorgaben (intramural/extramural)


Organisation der Medikamentenrezeptierung - E – Rezept:

Ein positives Beispiel in der Pandemie ist die schelle Umsetzung der E-Medikation im niedergelassenen Bereich.

Es ist nun möglich, den Apotheken elektronisch Rezepte per E-Medikation oder per Fax nach ärztlicher Sicherstellung der Bedarfsmedikation des Patienten zu übermitteln.

Der Aufwand der telefonischen oder E-Mail Anfragen ist enorm gestiegen und hier gehören Doppelgleisigkeiten und überbordente Bewilligungsbürokratie hinterfragt und reduziert.

 

Disease Managment 

Im Bereich der ambulanten Versorgung und der Entllastung der Spitalsambulanzen auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz und Schrittmacher Patienten gibt es in Österreich schon sehr gut funktionierende Systeme die den Niedergelassenen Bereich aufwerten und die Patientenversorgung verbessern.

Beispiele die anzuführen sind sind das HerzMobil Tirol zur Versorgung von Patienten mit Herzschwäche. https://www.herzmobil-tirol.at/page.cfm?vpath=index

Projekt der OÖ Gesundheitskassa im Rahmen der Gesundheitsreform „ Zielsteuerung Gesundheit „ zur integrierten Versorgung für Menschen mit Herzinsuffizienz – mit dem Ziel der nahtlosen Vernetzung und Kommunikatikon der Leistungserbringer. https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.834706&portal=oegkoportal

Auf dem Gebiet der Schrittmacherversorgung im Niedergelassenen Bereich übernimmt Vorarlberg eine Vorreiterrolle. Hier gibt es Leistungspositionen für niedergelassenen Kardiologen um Schrittmacherkontrollen mit der Krankenkassa zu verrechnen.

Die Harmonisierung der Leistungen der ÖGK sind hier ein weiterer Ansporn als AG der niedergelassenen KardiologInnen aufzuzeigen auf welch hohem Niveau die Versorgung der Patienten im extramuralen Bereich möglich ist.

Positiv an der COVID-19 Pandemie ist der rasche Wandel der medizinischen Betreuung, vor allem auf dem Gebiet der telemedizinischen Beratung und Digitalisierung zu sehen.
Hier müssen wir am Ball beiben und diese Form der Patientenbehandlung mit angemessener Honorierung weiter ausbauen und professionalisieren.


Dr. Nikolaus Fiegl                            AG der NG KardiologInnen
Priv. Doz Mag Dr. Bonni Seyda     AG der NG KardiologInnen

Dr. Ursula Klaar                               Vorstandsmitglied der ÖKG

Verbesserung der Kommunikation und Kooperation zwischen niedergelassenen KardiologInnen und den stationären Einrichtungen – im Focus soll stets der Patient stehen

Verbesserung der Umsetzung von Guidelines in Kooperation mit der ÖKG

Qualitätssicherung im niedergelassenen Bereich in Kooperation mit der ÖKG

Abstimmung für die seitens der Politik erwünschten Leistungsverlagerungen aus dem intramuralen in den extramuralen Bereich und diesbezügliche Beratung / Kooperation mit der Fachgruppe der österreichischen Ärztekammer und dem Berufsverband der Österreichischen Internisten     

Leiter

Dr. Nikolaus Fiegl
Zentrum für Innere Medizin im Neunten - zim9
1090 Wien, Nußdorfer Straße 60
Email: fiegl@zim9.at 
Website 

Stellvertreterin

Prof. Mag. Dr. Bonni Syeda
1210 Wien, Brünner Straße 70/2/401
Email: b.syeda@internist-nord.at
Website 

Nukleus

Dr. Andreas Egger
6330 Kufstein, Kronthalerstraße 2
Email: info@ihrherz.at
Website: http://www.ihrherz.at/

Dr. Reinhold Fasching
7100 Neusiedl am See, Teichgasse 1a
Email: office@kardiopraxis-fasching.at 

Dr. Johannes Föchterle
4040 Linz, Rudolfstraße 8
Email: office@foechterle.at 

Dr. Walter Fuhrmann
8700 Leoben, Roseggerstrasse 15
Email: dr.fuhrmann@medway.at
Website: http://www.drfuhrmann.at

Dr. Anton Glöcklhofer
6900 Bregenz, Deuringstraße 3/3
Email: kardiologe@gloecklhofer.at
Website: http://www.gloecklhofer.at/

Dr. Edith Huber
5020 Salzburg, Carl-Zuckmayer-Straße 1
Email: kardiologie@sbg.at 

Dr. Johannes Huber
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße 147-149/1/14
Email: johannes.huber1@chello.at
Website: https://www.herzultraschall.at 

Dr. Doris Kerö
1100 Wien, Davidgasse 11
Email: doris.keroe@inode.at 

Dr. Ursula Klaar
1100 Wien, Pernerstorfergasse 20
Email: u.klaar@aon.at
Website: http://www.klaar-havel.at 

Dr. Peter Lercher
8018 Graz, Beethovenstraße 15
Email: peter.lercher@medunigraz.at
Website: http://www.dr-lercher.at/

Priv. Doz. Dr. Christian Plass
1210 Wien, Brünner Straße 140/56/2
Email: christian.plass@meduniwien.ac.at 

Dr. Claudia Sebald
1150 Wien, Mariahilferstraße 167/22
Email: claudia.sebald@herzdoktor.net
Website: http://www.herzdoktor.net/ordinationen.php 

Dr. Gerald Schnürer
1230 Wien, Geßlgasse 19/1
Email: schnuerer@kardio23.at
Website: http://www.kardio23.at 

Dr. Jochen Schuler
Gesundheitszentrum Aigen
5020 Salzburg, Prälat-Winkler-Straße 8
Email: schuler@gesundheitszentrum-aigen.at 

Dr. Monika Steininger
1200 Wien, Adalbert Stifter Straße 23-31/1
Email: monika.steininger@chello.at 

Dr. Andreas Wagner
1020 Wien, Leopoldsgasse 13-15
Email: andreas.drwagner@web.de 

Dr. Christian Wiesinger
4210 Gallneukirchen, Gaisbacherstraße 29
Email: dr.wiesinger@gmx.net 

KollegInnen, die ihre Ausbildung gemäß der Ärzte-Ausbildungsordnung 2015 durchlaufen, können in den letzten 3 Jahren der Ausbildung insgesamt 12 Monate der Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren (sowohl für das Fach „Innere Medizin“ als auch für das Fach „Innere Medizin und Kardiologie“).

Es können in diesen 12 Monaten jene „Fallzahlen“ des Rasterzeugnisses erzielt werden, die vielleicht zuvor im Spital nicht erreicht werden konnten. Je nach Spezialisierung des Lehrpraxis-Betreibers werden in den Ordinationen folgende (für das Rasterzeugnis wichtige) Untersuchungen angeboten:

  • Echokardiographie
  • 24-Std-EKG
  • 24-Std-RR
  • Ergometrie
  • Carotisduplex
  • Abdomensonographie
  • Schilddrüsensonographie
  • Endoskopie

Die Lehrpraxis ist aber auch für die jungen KollegInnen in Ausbildung insofern eine Bereicherung, da sie hier die Möglichkeit haben, den niedergelassenen Bereich (meist Kassenordinationen) kennenzulernen und so für sich für den späteren Berufsweg Entscheidungen treffen zu können.

Für eine volle Anrechenbarkeit der Ausbildung sind mindestens 30 Wochenstunden notwendig. Es sind keine Nachtdienste zu versehen. Somit besteht auch die Möglichkeit, parallel zu einer Lehrpraxis weiterhin 10 Wochenstunden z.B. im Spital angestellt zu sein und dort Nachtdienste zu absolvieren.

KollegInnen nach der Ärzte-Ausbildungsordnung 2006 können ebenfalls 12 Monate ihrer Ausbildung in einer Lehrpraxis absolvieren. Dies muss im Gegensatz zur ÄAO 2015 jedoch nicht explizit in den letzten 3 Jahren der Ausbildung erfolgen, sondern kann auch bereits zuvor in Angriff genommen werden.

Die Finanzierung der Lehrpraxis erfolgt durch die Lehrpraxen selbst. Je nach Erfahrung des auszubildenden Arztes liegt z.B. in Wien das monatliche Bruttogehalt für ein Vollzeitäquivalent ab 3.500 € aufwärts.

Das Verzeichnis der anerkannten Lehrpraxen für die Facharztausbildung (gemäß ÄAO 2006 und 2015) finden Sie hier.

Sehr geehrte ÖKG Mitglieder, Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Covid-19 Pandemie hat gezeigt, dass gerade die Optimierung der sektorenübergreifenden Versorgung „Niederlassung – Spital „ für den weiterführenden Behandlungserfolg des Patienten sehr wichtig ist.

Insbesondere für die Phasen der Einweisung beziehungsweise Entlassung aus dem stationären Bereich ist ein optimales Schnittstellenmanagement, künftig auch mit Unterstützung von digitalen Schnittstellen enorm wichtig um Qualitätsverluste in der Diagnostik und Therapie zu vermeiden.

An erster Stelle steht hier etwa die Kommunikation zwischen den klinisch tätigen ÄrztInnen und der Niederlassung.
Ein wesentlicher Faktor um PatientInnen auf hohem Niveau behandeln und versorgen zu können ist die Kontinuität der Behandlung über Berufsgruppen und Sektoren hinweg.

Die Bundesqualitätsleitlinien zum Aufnahme und Entlassungsmanagement beziehen sich im Artikel 5 Vereinbarung gem. Art. 15a B-VG – auf die Erarbeitung von Rahmenbedingungen, für patientinnen und patientenorientiertes Nahtstellenmanagement als wichtige Maßnahme um einen raschen, reibungs- und lückenlosen, effektiven, effizienten und sinnvollen Betreuungsverlauf.


Adaptiertes Entlassungsmanagement von stationären kardiologischen PatientInnen: 

Um stationäre kardiologische PatientInnen so rasch wie möglich sicher nach Hause entlassen zu können, bedarf es einer effizienten Organisation und Koordination der unmittelbaren Nach- und Weiterbetreuung.

Den niedergelassen KollegInnen auferlegte Datenschutz und die fehlenden gesicherten Kommunikationswege machen eine Datenübermittlung zum derzeitigen Zeitpunkt nicht einfacher.
Die elektronische Befundübermittlung (z.B Medical net., DAME….) ist dzt. nur zwischen den Niedergelassenen möglich.
ELGA Datenübermittlung ist für die meisten Niedergelassenen nicht verfügbar und außerdem sind einige Patienten von ELGA abgemeldet.
Somit gibt es keine gesicherte Kommunikation zwischen Spital und niedergelassenen Bereich, ausser die Fax-Kommunikation (nach schriftlicher Einwilligung des Patienten).

Es sollten daher die Kommunikationsdaten zwischen den niedergelassenen Fachärzten einer Gemeinde oder eines Bezirks und den Krankenhausabteilungen ausgetauscht und ein konsensuales Vorgehen besprochen werden (FAX Nr., Tel. Nr., E-mail ).

Eine aktualiserte Liste der niedergelassenen Kardiologen nach Gemeinden oder Bezirken sollte jeder Spitalsabteilung vorliegen und dem Patienten bei der Entlassung ausgehändigt werden.

Bei Patienten, die eine rasche Versorgung benötigen, sollte bei Entlassung der Entlassungs(kurz)brief inklusive Medikamentenvorschreibung, Entlassungs-EKG, Kontakt-Telefonnummer, Soz.Versicherungsnummer sowie Einwilligungserklärung des Patienten dem Niedergelassenen per Fax übermittelt werden. Der Pat. ist nun in der Ordination vorangekündigt und bei Kontakaufnahme mit dem Niedergelassenen besteht ein „informed consens“ um die weitere Betreuung nach Absprache (dzt. auch telemedizinische Beratung möglich) zu gewährleisten.


Zuweisung von PatientInnen vom niedergelassenen Facharzt in den Spitalsbereich:

Falls eine akute Spitalsaufnahme erforderlich wird, sollte diese nur nach telefonischer oder Fax Ankündigung erfolgen. Auch dafür wäre eine Bekanntgabe von Ansprechpartnern in den Abteilungen sinnvoll (eigener Telefondienst für zuweisende Ärzte existiert mancherorts bereits). Patienten mit chronischen Beschwerden bzw. nicht akut gefährdete Patientinnen sollten gerade jetzt im niedergelassenen Bereich betreut werden.

Was benötigt der Patient? 

  • Information zu seiner Erkrankung
  • Beratung und Schulung
  • Besprechung der empfohlenen Medikation (mit Hinweis auf eventuelle Abweichungen (Generika, nicht Verfügbarkeit der Spitalsapotheke..)
  • Vorgabe notwendiger Kontrollen und Zielvorgaben (intramural/extramural)


Organisation der Medikamentenrezeptierung - E – Rezept:

Ein positives Beispiel in der Pandemie ist die schelle Umsetzung der E-Medikation im niedergelassenen Bereich.

Es ist nun möglich, den Apotheken elektronisch Rezepte per E-Medikation oder per Fax nach ärztlicher Sicherstellung der Bedarfsmedikation des Patienten zu übermitteln.

Der Aufwand der telefonischen oder E-Mail Anfragen ist enorm gestiegen und hier gehören Doppelgleisigkeiten und überbordente Bewilligungsbürokratie hinterfragt und reduziert.

 

Disease Managment 

Im Bereich der ambulanten Versorgung und der Entllastung der Spitalsambulanzen auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz und Schrittmacher Patienten gibt es in Österreich schon sehr gut funktionierende Systeme die den Niedergelassenen Bereich aufwerten und die Patientenversorgung verbessern.

Beispiele die anzuführen sind sind das HerzMobil Tirol zur Versorgung von Patienten mit Herzschwäche. https://www.herzmobil-tirol.at/page.cfm?vpath=index

Projekt der OÖ Gesundheitskassa im Rahmen der Gesundheitsreform „ Zielsteuerung Gesundheit „ zur integrierten Versorgung für Menschen mit Herzinsuffizienz – mit dem Ziel der nahtlosen Vernetzung und Kommunikatikon der Leistungserbringer. https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.834706&portal=oegkoportal

Auf dem Gebiet der Schrittmacherversorgung im Niedergelassenen Bereich übernimmt Vorarlberg eine Vorreiterrolle. Hier gibt es Leistungspositionen für niedergelassenen Kardiologen um Schrittmacherkontrollen mit der Krankenkassa zu verrechnen.

Die Harmonisierung der Leistungen der ÖGK sind hier ein weiterer Ansporn als AG der niedergelassenen KardiologInnen aufzuzeigen auf welch hohem Niveau die Versorgung der Patienten im extramuralen Bereich möglich ist.

Positiv an der COVID-19 Pandemie ist der rasche Wandel der medizinischen Betreuung, vor allem auf dem Gebiet der telemedizinischen Beratung und Digitalisierung zu sehen.
Hier müssen wir am Ball beiben und diese Form der Patientenbehandlung mit angemessener Honorierung weiter ausbauen und professionalisieren.


Dr. Nikolaus Fiegl                            AG der NG KardiologInnen
Priv. Doz Mag Dr. Bonni Seyda     AG der NG KardiologInnen

Dr. Ursula Klaar                               Vorstandsmitglied der ÖKG